Vom Kontrabass zum E-Bass

Der heutige Kontrabass lässt sich bis auf das letzte Drittel des 16. Jahrhunderts zurückführen. Er gehört zur Gattung der Violineninstrumente und gilt als deren größtes und tiefstes Exemplar.

Der Kontrabass ist streng genommen keine selbständige Erfindung sondern hat sich aus der Gruppe der Violen, Lyren und Groß-Geigen entwickelt. Richtige Annerkennung im Orchester erhielt der Kontrabass aber erst seit Anfang des 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit gab es bereits Instrumente mit 3, 4 oder auch 5 Saiten, die entweder in Quinten oder wie heute üblich in Quarten gestimmt wurden.

Ins Rampenlicht gelangte das Instrument zu dieser Zeit vor allem durch die damaligen Bassvirtuosen Domenico Dragonetti (1763 – 1846) und Giovanni Bottesini (1821 – 1889), die auch heute noch als wahre Meister des Bassspiels gelten. Die Entwicklung des Kontrabasses zu einem der wichtigsten Instrumente der modernen Rhythmusgruppe begann damit, dass er die Tuba in den amerikanischen Marching- und frühen Jazzbands ersetzte.

Von dort aus setzte er sich auch in vielen anderen populären Musikstilen wie Country, Bluegrass, Blues und Rock’n’Roll durch. Um genügend Auftritte spielen zu können wollten zu dieser Zeit immer mehr Gitarristen zum Bass wechseln. Aber ohne viel Übung war es gar nicht so einfach einen Kontrabass zu spielen.

Eine Mischung aus E-Gitarre und Kontrabass war somit der große Wunsch vieler Gitarristen und Bassisten. Leo Fender erfüllte 1951 diesen Wunsch mit dem Precision Bass. Auch wenn es vorher bereits einige Versuche mit verstärkten Kontrabässen und Bassgitarren gab, war der Fender Bass der erste kommerziell erfolgreiche E-Bass. Nun konnten Gitarristen einfacher das Instrument wechseln und Bassisten hatten die Möglichkeit ihre Lautstärke problemlos anzupassen

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