Was braucht man zum E-Bass spielen?

 1. Die Bassgitarre

E-Bässe bzw. Bassgitarren gibt es von unzählig vielen Herstellern in unterschiedlichen Preisklassen und Ausführungen. Als Standardbass könnte man eigentlich einen 4-Saitigen Fenderbass bezeichnenDie Preise für so einen Bass startet bei ca. 150,- bis 200,- Euro. Es gibt aber natürlich auch Modelle, die mehrere Tausend Euro kosten.Wichtig ist, dass einem der Bass gut in der Hand liegt. Bässe haben oft unterschiedlich geformte Hälse. Die können je nach Modell mal etwas dicker oder auch schmäler sein. Am besten ist es einfach mal in ein Musikgeschäft zu gehen und verschiedene Bässe in die Hand zu nehmen. Je nachdem wie groß deine Hände sind, wird dir das eine oder andere Modell besser liegen.

2. Der Verstärker

BasscomboAls Basscombo bezeichnet man einen Verstärker bei dem sich Verstärker und Lautsprecherbox in einem Gehäuse befinden. Also eine aufeinander abgestimmte Kombination aus Verstärker und Lautsprecher. Für den Anfang ist dies wohl die sinnvollste Anschaffung. Erstens gibt es Basscombos für Anfänger bereits zu erschwinglichen Preisen und zweitens sind sie vor allem für das Üben zu Hause und in Proberaum ausgelegt. Viele Basscombos haben mittlerweile Anschlüsse für Kopfhörer und zusätzliche Audioquellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man meist weniger zu tragen hat als bei einem Bassrack. 

Als Bassrack bezeichnet man die Zusammenstellung eines Bassverstärkers (evtl. sogar Vorverstärker und Endstufe getrennt) mit einer oder mehreren separaten Lautsprecherboxen. Auf großen Bühnen ist es allein schon durch die meist deutlich höherer Lautstärke gegenüber einem Basscombo von Vorteil. Außerdem lässt sich hiermit je nach Geschmack fast unendlich viel Equipment kombinieren.

3. Das Kabel

Mit dem Instrumentenkabel wird der Bass mit dem Verstärker verbunden. Meistens handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Klinke-Klinke-Kabel (die Stecker nennt man Klinkenstecker) oder auch einfach Gitarrenkabel. Damit möglichst das gleiche Signal am Verstärker ankommt, das auch von deinem Bass gesendet wird, ist es wichtig ein möglichst gutes Kabel zu verwenden – d.h. das Kabel sollte das Signal möglichst originalgetreu und verlustfrei übertragen. Da hierfür meist einadrige geschirmte Kabel verwendet werden kann es hierbei bereits bei Leitungslängen von wenigen Metern zu Einstreuungen durch Fremdspannungen kommen.

Was sollte man also beachten? Am besten man wählt ein Kabel, das nicht zu lange ist (3 – 5 Meter) über robuste Stecker verfügt und neben einer guten Abschirmung auch professionelle und saubere Lötstellen besitzt. Es muss kein super teures Kabel mit goldenen Steckern sein, aber ein billiges, megadünnes Kabel mit 10 Metern Länge macht sicherlich nur Ärger.

4. Die Saiten

Bassaiten gibt es von unterschiedlichen Herstellern und in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Früher wurden oft geschliffene Saiten (Flatwounds) verwendet. Sie haben eine glatte Oberfläche und ähneln eher Kontrabasssaiten. Vom Sound her sind sie eher basslastig und liefern einen dumpferen, retromäßigen Sound – weshalb sie auch immer wieder in Mode kommen.
Hauptsächlich werden aber ungeschliffene (Roundwounds) Saiten verwendet. Im Gegensatz zu den Flatwounds fühlt und sieht man bei ihnen die einzelnen Drahtwindungen an der Oberfläche. Sie haben einen metallischeren und moderneren Sound und sind vor allem für den Slapsound wichtig.

5. Der Gurt

Da wir meist nicht nur im Sitzen den Bass spielen sondern vor allem bei Konzerten auch im Stehen Bass spielen, ist ein Bassgurt notwendig, an dem wir uns unseren Bass um die Schulter hängen können. Wichtig ist, dass der Gurt möglichst bequem auf der Schulter aufliegt und aus einem Material besteht, dass nicht zu sehr auf der Schulter hin und her rutscht.

Die Länge des Gurtes stellt man am besten so ein, dass der Bass sowohl im Sitzen, als auch im Stehen die selbe Position behält. Wenn ihr euren Bass ganz tief zwischen euren Knien hängen lassen wollt, dann solltet ihr zu Hause auch so üben. Grundsätzlich ist diese Spielposition aber für ein sauberes Bassspiel eher nicht geeignet – Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

6. Das Stimmgerät

Mit einem Stimmgerät werden die Saiten des Basses in die richtige Stimmung gebracht. Als Referenzton gilt hier meistens das A bei 440 Hz auch Kammerton genannt. Digitale Stimmgeräte die eine hohe Genauigkeit und einfache Handhabung aufweisen gibt es mittlerweile für wenig Geld.

7. Das Metronom bzw. der Drumcomputer

Da wir als Bassisten mit dafür sorgen müssen, dass die Band richtig groovt und das Tempo während eines Songs nicht unbeabsichtigt schneller oder langsamer wird ist ein Metronom zum Üben ein absolutes Muss. Mit einem Metronom lässt sich ein bestimmtes Tempo einstellen, welches einem dann mit einem durchgehenden Klacken vorgegeben wird.

Die meisten Menschen kennen noch die etwas älteren Modelle, bei denen ein Metallpendel an einem Holzkasten von links nach rechts schwingt und jedes Mal am Scheitelpunkt ein Klackgeräusch von sich gibt. Mittlerweile sind auch hier digitale Metronome mit entsprechender Tempoanzeige üblich. Noch besser ist ein Drumcomputer (als Hardware oder auch reine Software erhältlich), mit dem man nicht nur ein Metronom abspielen kann sondern sich einen kompletten Schlagzeugrhythmus dazuspielen lassen kann.

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