Wo steht der Bass Amp auf der Bühne am Besten?

Ein Frage die sich jeder Bassist beim Betreten der Bühne stellen sollte ist: Wo stelle ich meinen Bass Amp denn am Besten hin?

Wer viel als Livemusiker unterwegs ist, weiß aus eigener Erfahrung, dass die Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist. Es gibt einfach extrem viele Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen können.

– Wie groß ist die Bühne?
– Wie groß ist der Veranstaltungsraum?
– Wie voll ist der Veranstaltungsraum?
– Welche Art von Musik mache ich?
– Wie laut darf der Bühnensound sein?
– Welches Equipment hab ich zur Verfügung?
– Spiele ich E-Bass oder Kontrabass?
– Welche Vorlieben hat der Soundmann?
– …

Setup auf großer Bühne mit Bassamp an der Seite und Monitor vorne.

Setup auf großer Bühne mit Bassamp an der Seite und Monitor vorne.

Hier hab ich die obere Box etwas nach oben gekippt.

Hier hab ich die obere Box etwas nach oben gekippt.

 

Grundsätzlich ist es so, dass Bassfrequenzen sehr oft problematisch für einen guten Sound sein können. Tiefe Frequenzen breiten sich eher in der Form einer Halbkugel von der Schallquelle aus. Vergleichbar ist das z.B. mit einer Glühbirne, die ihr Licht gleichmäßig im Raum verteilt. Hohe Frequenzen werden punktuell verteilt – also eher wie ein Punktstrahler. Wenn der Schall dann noch auf Oberflächen trifft, die die Schallwellen nicht absorbieren, sondern reflektieren, führt das sehr oft zu einem Basssound, der viel zu basslastig und undefinierbar erscheint.

Setup mit gekipptem Basscombo vorne.

Setup mit gekipptem Basscombo vorne.

Mega kleine Bühne mit gekippter Bassbox rechts hinten.

Mega kleine Bühne mit gekippter Bassbox rechts hinten.

 

Hier ein paar Tipps, die beim Aufstellen des Bassamps helfen können:

1. Bassbox nicht zu nah an eine Wand stellen.
2. Auf keinen Fall in die Ecke eines Raumes stellen.
3. Evtl. die Bassbox etwas nach oben kippen, sodass die Lautsprecher auf dich gerichtet sind.
4. Bassbox wie einen Monitor vor dich aufstellen und zu dir neigen.

Das sind jetzt mal nur vier Tipps, die helfen können deinen Bühnensound zu verbessern. Hier muss man aber immer kreativ sein und darf nicht davor zurückschrecken, viele Optionen zu testen. Achtet dabei auch darauf, wo ihr auf der Bühne steht. Auf kleinen Bühnen ist man oft viel zu nah am Bassamp. Da flattern dann zwar die Hosenbeine, aber die hohen Frequenzen haben keine Chance an eure Ohren zu gelangen. Auf großen Bühnen ist man dagegen oft zu weit von den Basslautsprechern entfernt. Dann muss man entweder den Amp unverhältnismäßig laut machen oder lässt sich den Basssound zusätzlich auf die Monitore bzw. In-Ears legen, was aber meist nicht so geil klingt wie der Bassamp 🙂 Ich persönlich hab es am Liebsten, wenn ich meinen Amp so laut machen kann, dass sich der Basssound ausgewogen in den Klang der anderen Instrumente integriert. Quasi wie ein guter Hi-Fi Sound mit etwas mehr Bass. Auf großen Bühnen lass ich mir dann noch etwas Bass auf den Monitor legen, um das Gefühl zu bekommen, dass sich der Basssound einigermaßen gleich auf der Bühne verteilt und nicht nur aus einer Richtung kommt.

Perfektes Setup für akustischen Kontrabass

Perfektes Setup für akustischen Kontrabass

Es kann auch mal vorkommen, dass man die „negativen“ Effekte der Ausbreitung von tiefen Frequenzen ausnutzen muss. So ist es z.B. als Kontrabassist von Vorteil, wenn man sich in einem komplett akustischen Setup so positioniert, dass man eine glatte Wand, oder sogar noch besser, eine Raumecke hinter sich hat. So werden die Bassfrequenzen auf natürliche Weise verstärkt und man muss nicht so kräftig an den Saiten reißen.

Und wenn es mal richtig geil werden soll, dann hilft nur noch der gute alte Ampeg SVT. Da ist es egal wo der steht.

Und wenn es mal richtig geil werden soll, dann hilft nur noch der gute alte Ampeg V 4B. Da ist es fast egal wo der steht.

 

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