Intervalle auf dem Bass lernen: Große und kleine Terz
Viele Bassist:innen kämpfen damit, sich auf dem Griffbrett zu orientieren, Intervalle schnell zu finden oder musikalisch auf Akkorde zu reagieren. Genau hier setzen die folgenden Übungen an.
In diesem Artikel lernst du, wie du große und kleine Terzen auf dem Bass sicher spielst, dein Griffbrettverständnis systematisch aufbaust und gleichzeitig deine Fingertechnik und Koordination verbesserst.
Wenn du dich noch nicht so gut mit Intervallen und Akkroden auskennst, dann schau dir unbedingt mal diesen Beitrag von mir an.
Fingerfertigkeit verbessern & Intervalle sicher auf dem Griffbrett finden
Die sichere Orientierung auf dem Griffbrett gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten für Bassist:innen – egal ob du Basslinien entwickeln, nach Akkordsymbolen spielen oder Walking Bass lernen möchtest. In diesem Beitrag zeige ich dir effektive Übungen, mit denen du gleichzeitig deine Fingerkoordination verbesserst und große sowie kleine Terzen auf dem gesamten Griffbrett verinnerlichst.
Was sind Intervalle?
Ein Intervall beschreibt den Abstand zwischen zwei Tönen. Auf dem Bass messen wir diesen Abstand meist in Halbtonschritten (Bünden).
Beispiel auf der E-Saite:
- E → F (1. Bund) = kleine Sekunde (1 Halbton)
- E → F# (2. Bund) = große Sekunde (2 Halbtöne)
- E → G (3. Bund) = kleine Terz (3 Halbtöne)
- E → G♯ (4. Bund) = große Terz (4 Halbtöne)
In den folgenden Übungen befassen wir uns mit der großen und kleinen Terz.
Die große Terz (Dur)
Die große Terz liegt vier Halbtöne über dem Grundton z.B.: E → G♯
Übungskonzept:
- Du spielst chromatisch aufwärts
- Jeder Grundton wird mit seiner großen Terz kombiniert
- Dabei verwendest du unterschiedliche Fingersätze, inklusive Leersaiten
Ziel der Übung:
- Entwicklung von Fingerunabhängigkeit
- Verinnerlichung gleichbleibender Intervallabstände
- Sicherheit bei Positionswechseln
Die Übung beginnt auf der leeren E-Saite und führt dich bis zum 12. Bund, wo sich das Pattern wiederholt. Anschließend spielst du das gesamte Pattern rückwärts – zuerst die Terz, dann den Grundton.
Wichtig:
Der Abstand zwischen den Tönen bleibt immer gleich – egal auf welcher Saite oder mit welchem Finger du startest. Es sind immer 4 Halbtöne = große Terz.
Griffbrett rauf & runter oder von Saite zu Saite
Ich möchte dir hier zwei Varianten der Übung vorstellen. Beide Varianten ergänzen sich ideal und sollten regelmäßig kombiniert werden.
Variante 1: Vertikal (Positionsspiel)
- Du spielst das komplette Griffbrett von unten nach oben
- Fokus auf Lagenwechsel und Orientierung
Variante 2: Horizontal (Saitenwechsel)
- Du wechselst von Saite zu Saite
- Du verwendest die gleichen Fingersätze wie auf der E-Saite
- Perfekt für Koordination und String Crossing
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Die kleine Terz (Moll)
Die kleine Terz liegt drei Halbtöne über dem Grundton z.B.: E → G – also einen Halbton tiefer als die große Terz. Weil der Abstand zwischen den Tönen geringer ist, bezeichnet man das Intervall auch als kleine Terz. Alternativ wirst du auch immer wieder die Bezeichnung "b3" finden. Das "b" ist dann wie eine Art Vorzeichen zu verstehen, bei dem der Ton um einen Halbton verringert wird. Ich persönlich verwende gerne Zahlen um die Intervalle zu bezeichnen, da wir so auch die Akkordsymbole besser verstehen können.
In diesem Bass Quiz kannst du übrigens testen, wie gut du die Intervalle auf deinem Griffbrett kennst. Schau mal rein.
Klangvergleich:
- Große Terz → Dur (hell, stabil)
- Kleine Terz → Moll (dunkler, emotionaler)
Beispiel:
- E → G♯ = große Terz
- E → G = kleine Terz
Übung:
Gleiches Pattern wie bei der großen Terz aber jetzt mit dem kleineren Intervall. Das Grundprinzip und die Struktur bleiben gleich. Jetzt lernst du aber neue Fingersätze und eine neue Klangfarbe kennen.
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