So spielst du auch ohne Proben zu Songs
Du hast ein Akkordblatt, aber keine Basslinie dazu? Mit Grundton, Dreiklang und Vierklang findest du zu den meisten Songs sofort eine passende Linie, ohne die Originalaufnahme zu kennen und ohne vorher zu proben. In diesem Artikel zeige ich dir die drei Schritte an zwei Songs: Three Little Birds und Every Breath You Take. Übungsblatt und Playalongs gibt's unten zum Download.
Keine Zeit für Originalbasslinien
Die letzten Wochen war ich wieder viel unterwegs. Es fing mit einem Chanson-Jazz-Gig am Sonntag an. Dann kam eine Firmenfeier unter der Woche. Dazu bin ich bei einer Hochzeit auf einer Almhütte in Österreich eingesprungen und danach bei einer Coverband als Aushilfe. Den Abschluss machte ein Konzert mit einem Comedy-Duo, das du vermutlich aus dem Fernsehen kennst. Mit dabei war ein Countertenor, der kurz davor noch an der Met in den USA auf der Opernbühne stand.
Viele Bands, viele Stilrichtungen und kaum Zeit. Für jeden dieser Gigs die Originalbasslinien aller Songs zu lernen, geht bei so vielen unterschiedlichen Auftritten nicht.
Deshalb arbeite ich mit einem System, das mir in kürzester Zeit eine tragfähige Basslinie liefert, ohne dass ich die Originalaufnahme auswendig kennen muss. Es besteht aus drei einfachen Schritten: Grundton, Dreiklang und Vierklang. Genau die zeige ich dir hier und im Video dazu.
Für jedes Level, auch am Lagerfeuer
Du musst dafür kein Profi sein. Das Prinzip ist bei dir dasselbe wie bei mir, egal ob du Wiedereinsteiger bist, seit Jahren in einer Band spielst oder gerade erst anfängst, über die ersten Griffe hinauszukommen.
Stell dir vor, du sitzt am Lagerfeuer oder nach dem Skifahren in einer Hütte. Jemand hat eine Gitarre dabei, ihr wollt zusammen Musik machen, und ihr habt nur ein Blatt mit Text und Akkorden. Genau da fängt das System an.
Es ist dabei egal, woher das Blatt kommt. Ein typisches Songbuch geht genauso wie ein Ausdruck aus dem Internet, eine App oder ein richtiges Chordsheet. Mir geht es nicht darum, dass du Originalbasslinien ausnotiert lesen musst. Ich zeige dir Prinzipien, mit denen du zu Songs dazuspielen kannst.
Die drei Schritte im Überblick
Ausgangspunkt ist immer ein Chordsheet, also ein Blatt mit Text und den Akkorden darüber. Ich nutze dafür oft eine Chart-App, in der ich die Akkorde als Chordsheet eingebe und bei Bedarf transponieren kann, zum Beispiel iReal Pro. Daraus machst du in drei Schritten eine Basslinie:
- Grundton: Du spielst zu jedem Akkord den Ton, der im Akkordsymbol als Buchstabe steht.
- Dreiklang: Du ergänzt Terz und Quinte und bringst damit Bewegung in die Linie.
- Vierklang: Du fügst die Septime hinzu und bekommst mehr Töne, mehr Farbe und mehr Ideen für eine eigene Linie.
Das Gute daran: Jeder Schritt klingt für sich schon brauchbar. Wenn der Song nach Schritt 1 läuft, kannst du dort bleiben. Die nächsten Schritte baust du ein, sobald du dich sicher fühlst.
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Wo dieses Prinzip nicht funktioniert
Das System hat eine Grenze. Es funktioniert nicht bei Songs, in denen die Originalbasslinie den Song trägt. Typische Beispiele sind Billie Jean und Another One Bites the Dust. Bei solchen Songs hörst du sofort, wenn nur Grundtöne oder Akkordtöne kommen. Etwas fehlt. Diese Linien musst du lernen und können.
Bei den meisten anderen Songs kommst du mit Grundton, Dreiklang und Vierklang schon recht gut durch.
Schritt 1: Der Grundton (Three Little Birds)
Für das erste Beispiel nehme ich Three Little Birds von Bob Marley, einen absoluten Reggae-Klassiker. Ich benutze das Playback von Tomplay, aber ohne den Bass. Vor mir liegt nur das Chordsheet. Keine ausgeschriebene Basslinie.
Die Originalbasslinie gäbe es in der Tomplay-App zum Lernen und Mitspielen. Das machen wir hier bewusst nicht. Die Frage ist: Wie kann ich schnell dazu spielen, ohne die Originalbasslinie zu kennen?
Der erste Schritt ist der einfachste. Du spielst zu jedem Akkord den Grundton. Mehr nicht. Dafür brauchst du nur den Buchstaben im Akkordsymbol. Ob der Akkord Dur oder Moll ist, musst du an dieser Stelle noch nicht wissen.
Dazu kommt ein bisschen rhythmische Variation: mal Viertel, mal Achtel, mal eine Pause. Schon klingt das ganz gut. Mit dem Grundton kommst du überraschend weit.
Wenn du nicht weißt, welcher Rhythmus zum Song gehört, frag den Gitarristen oder die Sängerin: Ist es Achtel, Shuffle oder Reggae? Bis du ein Gefühl für den Song hast, bleibst du bei den Grundtönen.
Schritt 2: Der Dreiklang
Beim zweiten Schritt nutzt du den Dreiklang. Ein Dreiklang besteht aus dem Grundton, der Terz und der Quinte, also den Tönen 1, 3 und 5. Bei den meisten Songs, die dir im normalen Coverband-Alltag begegnen, hast du entweder Dur- oder Molldreiklänge.
Bei Three Little Birds sind das ein A-Dur-, ein D-Dur- und ein E-Dur-Dreiklang. Ich spiele sie zum Playalong und baue demonstrativ alle drei Töne ein. Du musst nicht immer alle verwenden. Aber du hörst den Unterschied: Das klingt schon deutlich spannender als nur mit Grundtönen. Dabei haben wir noch nicht viel gemacht, nur die drei Töne eines Dreiklangs verwendet.
Als kleiner Hinweis: Die Originalbasslinie weicht davon gar nicht so sehr ab.
Wenn dir Terz, Quinte und Akkordsymbole noch nicht ganz geläufig sind, schau in meinen Artikel zu Akkordsymbolen und Intervallen.
Songbeispiel 2: Every Breath You Take und das Tonart-Problem
Three Little Birds ist ein relativ einfacher Song. Du könntest sagen: Da hat das gut funktioniert, aber geht das auch bei anderen Songs? Klar geht das.
Mein zweites Beispiel taucht auf fast allen Setlisten auf, die mir im Aushilfsbereich begegnen, wenn ich für andere Bassisten einspringe: Every Breath You Take von The Police. Ich verwende wieder das Playback von Tomplay, diesmal ohne Bass und ohne Stimme. So kannst du dich auf Groove und Akkorde konzentrieren.
Ich starte wieder mit den Grundtönen. Das funktioniert bei diesem Song besonders gut, weil er im Original ohnehin so gespielt wird.
Jetzt kommt ein Praxisproblem. Im Original steht der Song in As-Dur. Für viele Sänger ist das ein bisschen zu hoch. Deshalb landet er bei mir oft mit dem Hinweis "G-Dur" auf den Setlisten. Das heißt: Wir spielen das Ganze einen Halbton tiefer.
Wer nur feste Töne gelernt hat, steht jetzt vor einem neuen Song. Wer die Stufen kennt, nicht.
Stufenharmonik: Songs in jeder Tonart spielen
Hier hilft die Stufenharmonik. Ich erkläre sie dir kurz und bündig, ausführlich steht sie in meinem Artikel zu Stufenharmonik und Kirchentonleitern. Das passende Video dazu findest du auf meinem YouTube-Kanal.
Wenn wir in As-Dur sind, ist der As-Dur-Akkord unsere erste Stufe. Dazu kommen die sechste, die vierte und die fünfte Stufe der Tonart. Die Reihenfolge der Akkorde im Song ist also 1, 6, 4, 5. In der Schreibweise, die ich in meinen Artikeln verwende, sieht das so aus: I – vi – IV – V. Eine große römische Ziffer steht für Dur, eine kleine für Moll.
In As-Dur sind das:
As-Dur (I)
F-Moll (vi)
Des-Dur (IV)
Es-Dur (V)
In G-Dur, einen Halbton tiefer, sind es:
G-Dur (I)
E-Moll (vi)
C-Dur (IV)
D-Dur (V)
Der Trick: Du merkst dir nicht die festen Töne, sondern die Reihenfolge der Stufen. Dann kannst du den Song überallhin transponieren. Du nimmst einfach einen anderen Grundton als Anfang.
Das hilft dir auch beim Lernen. Viele Songs verwenden dieselbe Struktur. Stand By Me zum Beispiel hat genau die gleiche Akkordfolge. Wenn du sie einmal gelernt hast, ist es ähnlich wie beim Blues mit dem Blues-Schema. Wer es kennt, erkennt es immer wieder: Ah, das ist ja dieses Schema. Auf einen Schlag kannst du dann ganz viele Songs spielen. Wie du Stand By Me selbst lernst, zeige ich dir in meinem Artikel zu Stand By Me.
Das ist mein Tipp, wenn du viele Songs lernen und dabei flexibel bleiben willst, in welcher Tonart du sie spielst.
Dreiklänge in einer Lage üben
Für Every Breath You Take habe ich ein Übungs-Playalong gebaut. Es enthält nur die Akkorde und einen leichten Groove, damit du im Timing bleibst. Anders als im Originalsong bleibt jeder Akkord acht Takte stehen. So hast du genug Zeit, das Pattern pro Akkord zu festigen.
Die Regel für die Übung: Du wechselst die Lage nicht. Du rutschst nicht auf dem Griffbrett hin und her. Dafür brauchst du für jeden Akkord ein eigenes Pattern, einen eigenen Fingersatz. So habe ich es im Video gespielt:
- G-Dur: Grundton, Terz, Quinte, also G, B und D.
- E-Moll: mit der leeren E-Saite, dazu G als kleine Terz und B als Quinte. Alternativ weiter oben im zweiten Bund auf der D-Saite: E, G, B, G.
- C-Dur: dasselbe Pattern wie bei G, nur eben auf C: C, E, G.
- D-Dur: Hier brauchst du ein neues Griffbild, damit du die Lage nicht verlässt. Ich starte mit dem vierten Finger im fünften Bund, gehe dann hoch zur Terz und zur Quinte (das A auf der G-Saite im zweiten Bund) und wieder zurück.
Das genaue Notenbild und die Tabulatur findest du im Übungsblatt zum Download weiter unten.
Schritt 3: Der Vierklang
Ein Vierklang ist der Dreiklang plus die Septime des Akkords. Für unsere Akkordfolge in G-Dur sind das:
Gmaj7
Em7
Cmaj7
D7, ein Dominantseptakkord
Auch hier bleibst du in der Lage. Und jetzt kommt etwas für Fortgeschrittene: Du spielst nicht nur nach oben, sondern nutzt auch Töne, die unterhalb des Grundtons liegen.
Ein gutes Beispiel ist der D7-Akkord. Der Vierklang besteht aus 1, 3, 5 und der kleinen Septime. Die kleine Septime, die Quinte und die Terz findest du in der Lage aber auch noch einmal unterhalb des Grundtons. Du siehst: Der Vierklang hat in einer Lage viel mehr Töne, als man zuerst denkt. Und genau diese Töne brauchst du, um coole Basslinien zu spielen, statt immer nur nach oben zu laufen.
Die Übung dazu steht ebenfalls im Übungsblatt, mit Noten, Tabulatur und Playalong.
Eigene Basslinien über ein Song-Playalong
Bisher waren das Übungen. Jetzt willst du wissen, wie sich das in einem echten Song anfühlt. Dafür habe ich ein zweites Playalong erstellt. Es enthält die Akkorde von Every Breath You Take in G-Dur mit den richtigen Wechseln: zwei Takte auf G, zwei Takte auf E-Moll und so weiter.
Ich spiele drei Durchgänge. Erst nur den Grundton, dann die Dreiklänge, dann die Vierklänge. Aber nicht so wie in der Übung, einfach hoch und runter, sondern ich entwickle daraus meine eigenen Basslinien. Ich verwende wirklich nur Töne aus Grundton, Dreiklang und Vierklang.
Dabei bleibe ich in der Lage und baue nirgends einen Shift ein. Das zeigt, was ohne Lagenwechsel schon alles möglich ist. Ein paar Ideen waren dabei, die du direkt übernehmen kannst.
Chordsheet und Playalong dazu kannst du unten kostenlos herunterladen.
So nutze ich das im Alltag
Dieses Prinzip nutze ich, wenn ich so viel unterwegs bin. Bei einer Coverband habe ich zum Beispiel eine Songliste mit 40 Songs. Die kann ich nicht alle auswendig lernen, denn am nächsten Tag spiele ich mit einer anderen Band eine ganz andere Liste.
Also frage ich mich bei jedem Song: Muss ich die Originalbasslinie kennen, oder reicht es, wenn ich den Stil kenne? Bei einem Song im Motown-Soul-Stil weiß ich zum Beispiel ungefähr, wie so eine Linie gebaut ist, und spiele etwas in der Art.
Mit etwas Glück habe ich das Chordsheet in einer App, in der ich transponieren kann. Wenn die Sängerin am Gig heiser ist und die Band alles einen halben Ton tiefer spielt, ist das kein Problem. Falls ich am iPad nicht transponiere, verlasse ich mich darauf, dass ich die Stufenharmonik kenne, und transponiere beim Spielen.
Und genauso kannst du es machen, wenn du am Lagerfeuer oder auf einem Geburtstag bist. Du bekommst ein Akkordblatt hingelegt und hast keine Ahnung, welcher Song das ist. Frag den Gitarristen oder die Sängerin: Achtel oder Shuffle? Oder ist es ein Reggae? Dann spielst du zu den Akkordsymbolen am Anfang erst mal nur die Grundtöne, bis du rausbekommst, wie der Song ungefähr läuft. Danach baust du Dreiklänge ein, später Vierklänge. Damit kommst du schon sehr weit.
So gehst du vor
Mein Vorschlag für den Einstieg:
- Such dir ein Chordsheet und ein Playback ohne Bass. Fang mit einem einfachen Song an.
- Spiel zu jedem Akkordsymbol den Grundton. Mit ein bisschen rhythmischer Variation.
- Übe die Dreiklänge pro Akkord in einer Lage. Lade dir das Übungsblatt und das Übungs-Playalong herunter.
- Ergänze die Septime und übe die Vierklänge. Probier auch die Töne unter dem Grundton.
- Spiel eigene Linien über das Song-Playalong. Bleib in der Lage und nutze nur Töne aus Grundton, Dreiklang und Vierklang.
- Schreib dir die Stufenfolge des Songs auf. Beim nächsten Song erkennst du sie wieder.
Wie es weitergeht
Grundton, Dreiklang und Vierklang tragen dich durch viele Songs. Wenn du mehr willst, gibt es zwei Wege:
Mehr Töne für deine Basslinie:
Wie die Pentatonik wirklich funktioniert und warum sie kein Anfängerkram ist, habe ich in meinem Artikel zum Pentatonik-Mythos erklärt. Dort findest du auch das Video dazu.
Modes und Übergangstöne:
Am Beispiel von Stand By Me zeige ich dir, wie du noch mehr aus einer Akkordfolge herausholst: Stand By Me Bass lernen.
Wenn du mehr Übungen, E-Books und Online-Basskurse suchst, findest du eine große Auswahl in meinem Shop auf bass-lernen.de. Neue Artikel und Übungen bekommst du außerdem in meinem Newsletter.
Downloads zum Video
Die Übungen und Playalongs gibt's kostenlos für dich:
Übungsblatt "Songs begleiten: Dreiklänge und Vierklänge in einer Lage" (PDF, mit Noten und Tabulatur): Übungsblatt als PDF herunterladen
Übungs-Playalong langsam - 64bpm (Akkorde von Every Breath You Take in G-Dur, jeder Akkord acht Takte):
Übungs-Playalong schnell - 84bpm (Akkorde von Every Breath You Take in G-Dur, jeder Akkord acht Takte):
Song-Playalong und Chordsheet (Every Breath You Take in G-Dur mit den richtigen Wechseln):
Häufige Fragen
Muss ich Noten lesen können, um das zu nutzen?
Nein. Für die Methode brauchst du nur das Chordsheet und die Buchstaben der Akkordsymbole. Das Übungsblatt enthält Noten und Tabulatur, mit der Tabulatur kommst du auch ohne Notenlesen zurecht.
Funktioniert das bei jedem Song?
Bei den meisten, aber nicht bei allen. Songs, in denen die Originalbasslinie den Song trägt, wie Billie Jean oder Another One Bites the Dust, musst du weiterhin lernen. Bei fast allen anderen kommst du mit Grundton, Dreiklang und Vierklang gut durch.
Reicht der Grundton wirklich schon?
Oft ja. Mit ein bisschen rhythmischer Variation klingt das schon ganz gut. Für den Einstieg am Lagerfeuer oder bei einem unbekannten Song ist das ein sicherer Weg, bis du ein Gefühl für den Song hast.
Was ist, wenn ich Dur und Moll nicht unterscheiden kann?
Für den Grundton brauchst du das noch nicht. Dafür reicht der Buchstabe im Akkordsymbol. Für den Dreiklang solltest du wissen, ob ein Akkord Dur oder Moll ist. Wie das geht, erkläre ich in meinem Artikel zu Akkordsymbolen und Intervallen.
Muss ich die Stufenharmonik können?
Nein. Für die drei Schritte reichen Akkordsymbole. Sobald eine Band einen Song in einer anderen Tonart spielt, sparst du dir mit den Stufen viel Arbeit: gleiche Stufenfolge, gleiches Muster, in jeder Tonart.
Warum spielst du Every Breath You Take in G, wenn das Original in As steht?
Weil viele Bands den Song in G spielen. Für viele Sänger ist As ein bisschen zu hoch. Mit den Stufen bleiben die Patterns gleich, du verschiebst sie nur um einen Halbton.
Woher bekomme ich Playbacks zum Üben?
Playbacks ohne Bass gibt es zum Beispiel bei Tomplay. Dazu kommen meine eigenen Playalongs, die du oben herunterladen kannst.
Ist das schon alles?
Nein, das ist das Grundgerüst. Pentatonik, Übergangstöne und Modes sind der nächste Schritt. Die Links dazu findest du oben im Abschnitt "Wie es weitergeht".
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